In einer kürzlich abgehaltenen Thought-Leadership-Sitzung mit Steve Mackenzie diskutierten die Branchenführer Rip Rippetoe, Präsident und CEO des San Diego Convention Center, und Maurits van der Sluis, COO und Raad van Bestuur von RAI Amsterdam, ausführlich über die feinen Unterschiede zwischen Kongresszentren in den Vereinigten Staaten und Europa. Wir beschäftigen uns eingehend mit ihren Erkenntnissen und beleuchten Finanzierungsmodelle, ROI-Überlegungen und die Herausforderungen innerhalb der Branche.
Tipp: Sehen Sie sich zunächst das Video-Interview hier an.
Finanzierung von Kongresszentren in den USA und Europa
Finanzierungsmodelle schaffen eine zuverlässige Einnahmequelle, die Kernprogramme und -dienstleistungen unterstützt. Kongresszentren sind für ihren Betrieb auf solide Finanzierungsmodelle angewiesen. Zwei unterschiedliche Perspektiven, die etwas Faszinierendes offenbaren: Die Finanzierungsmodelle für den Betrieb von Kongresszentren unterscheiden sich in den Vereinigten Staaten und in Europa.
Eine Geschichte über Anleihen und Steuern in San Diego
Das Finanzierungsmodell des San Diego Convention Center basiert auf Anleihemaßnahmen, die durch die Kurtaxe abgesichert sind, wie Rip Rippetoe beschreibt. Dieses in den USA übliche Modell sieht vor, dass die zuständige Behörde Anleihen ausgibt und diese durch bestimmte Steuern zurückzahlt. Kongresszentren in den gesamten Vereinigten Staaten sind für diese Anleihen auf öffentliche Mittel angewiesen.
Das europäische Mosaik der Finanzierung
Im Gegensatz dazu skizzierte Maurits van der Sluis die Finanzierungslandschaft in Europa, wo Kongresszentren nach drei unterschiedlichen Modellen betrieben werden:
Privatbesitz, wie RAI Amsterdam
Staatseigentum
Hybride Vereinbarungen, bei denen Veranstaltungsorte von der Regierung gemietet werden
Diese Vielfalt spiegelt die unterschiedlichen Ursprünge der Kongresszentren in Europa wider, von denen viele als gewinnorientierte Unternehmen begonnen haben.
Das ROI-Dilemma
Die Landschaft der Kongresszentren unterscheidet sich zwischen den Vereinigten Staaten und Europa erheblich, was unterschiedliche Ansätze zur Erfolgsmessung und Umsatzgenerierung widerspiegelt. Diese unterschiedlichen Perspektiven unterstreichen die vielfältigen Geschäftsmodelle, die den Betrieb von Kongresszentren auf beiden Seiten des Atlantiks prägen.
San Diegos zielorientierter Ansatz
Der Erfolg von Kongresszentren in den Vereinigten Staaten wird oft nicht nur anhand der Betriebsgewinne gemessen. Wirtschaftliche Entwicklung, Steuerbeiträge und die Schaffung von Arbeitsplätzen spielen eine entscheidende Rolle bei der Definition von Erfolg. Veranstaltungsorte wie das San Diego Convention Center fungieren als Katalysatoren für die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt und stehen damit im Mittelpunkt von destinationorientierten Strategien.
Gewinne und Geschäftsmodelle in Europa
Aus europäischer Sicht sind Gewinne ein wichtiger Indikator für den Erfolg. Daher generieren Kongresszentren, die ihre eigenen Messen organisieren, doppelte Einnahmen. Das robuste Geschäftsmodell umfasst sowohl die Ausrichtung externer Veranstaltungen als auch die Organisation eigener Messen und bietet einen einzigartigen und attraktiven Ansatz für die Rentabilität.
Einzigartige Herausforderungen am Horizont
Von der öffentlichen Sicherheit bis hin zur Nachhaltigkeit sehen sich Kongresszentren einer Flut sich ständig verändernder Herausforderungen gegenüber. Kongresszentren in den Vereinigten Staaten und Europa mögen sich in ihren dringendsten Problemen unterscheiden, aber beide Regionen haben große Fortschritte bei ihrer Mission zum Schutz und zur Betreuung ihrer Kunden gemacht.
Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit in den USA
Die öffentliche Sicherheit ist weltweit ein ständiges Thema. In den Vereinigten Staaten wird diese kritische Herausforderung durch die anhaltenden Unruhen noch verschärft. Die Notwendigkeit einer ständigen Bewertung und Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Teilnehmer wurde zu einer obersten Priorität. Die jüngsten Vorfälle im öffentlichen Raum unterstreichen die erhöhte Aufmerksamkeit für die Sicherheit in US-amerikanischen Kongresszentren.
Nachhaltigkeit und die langfristige Vision
Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema für die Zukunft der Branche. Angesichts der Flugvermeidung und des wachsenden Umweltbewusstseins wurde in der Diskussion die Notwendigkeit eines nachhaltigen Geschäftsmodells betont, um die Herausforderungen des nächsten Jahrzehnts zu meistern. Die potenziellen Auswirkungen auf Live-Veranstaltungen unterstrichen die Dringlichkeit der Einführung eines Netto-Null-Ansatzes.
Fazit: Kontinente verbinden, Wissen teilen
Obwohl es geografische Unterschiede gibt, sind die Kernziele und Herausforderungen von Kongresszentren bemerkenswert ähnlich. Die Bedeutung des Wissensaustauschs und des gegenseitigen Lernens zwischen den USA und Europa war offensichtlich. Die Kongress- und Messebranche lebt von der globalen Zusammenarbeit, wobei jeder Kontinent wertvolle Erkenntnisse liefert, um den gemeinsamen Erfolg der Branche zu steigern.
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